Am 12. September haben wir geschrieben, dass Graveyard Keeper II am Termin 22. September festhält. Versprechen gehalten: Seit gestern ist der Nachfolger von Lazy Bear Games und tinyBuild auf PC (Steam, Epic Games Store und GOG), PS4, PS5, Xbox One, Xbox Series X|S, Switch und Switch 2 erhältlich. Er kostet auf allen Plattformen 24,99 Dollar, Vorbesteller bekamen 20 % Rabatt.
Jetzt, wo es in den Händen der Spieler ist, lässt sich über Konkreteres als Versprechen reden. Die auffälligste Änderung betrifft die Toten: Im ersten Teil waren sie Arbeitskräfte, hier werden sie auch zur Armee. Man baut Türme und Befestigungen, schmiedet Waffen und Rüstungen und bildet untote Truppen aus, die man gegen Angreifer des Dorfes schickt. Eine Art Tower Defense, aufgepfropft auf die gewohnte Wirtschaftssimulation, mit weniger Grind als 2018 (weniger, nicht null).
Die Nutzerbewertungen auf Steam sind überwiegend positiv. Lauer fällt das Urteil von Steam Deck HQ aus: 3 von 5 Sternen für die Technik, 3,5 für den Inhalt. Auf Valves Handheld schafft das Spiel in Innenräumen kaum 60 fps und sinkt draußen auf etwa 35: Empfohlen wird ein 30-fps-Limit mit niedrigen Details, was auf dem Steam Deck OLED rund vier Stunden Akkulaufzeit bringt. Zu den genannten Schwächen gehören Zwischensequenzen, die sich weder überspringen noch pausieren lassen, Speichern nur beim Schlafengehen, einige Abstürze und aussetzende Stimmen. Gut an kommt dagegen die vollständige Vertonung, allen voran der sarkastische Schädel Larry.
Das Urteil, das uns am meisten aufgefallen ist, ist auch das unbequemste: Laut derselben Kritik wirkt Graveyard Keeper II eher wie eine Erweiterung als wie ein echter Nachfolger. Unsere Sicht: Mit einem Patch für Leistung und Speichersystem bleibt der Preis fair, aber wer auf dem Steam Deck spielt, wartet besser ein paar Wochen. Habt ihr es schon ausprobiert?





