Der IGDB-Kalender zeigte noch den 1. Oktober an, doch dieses Datum existiert seit Ende August nicht mehr: Coldblood Inc. hat Neverway auf 2027 verschoben, ohne vorerst einen genauen Tag zu nennen. Das Studio machte kein Geheimnis daraus: "Wir haben hart an Neverway gearbeitet, aber die schwere Entscheidung getroffen, den Release auf 2027 zu verschieben."
Hinter dem wenig bekannten Namen steckt eine Handschrift, die Plattformer-Fans gut kennen: Pedro Medeiros, jahrelang Pixelkünstler von Celeste, gründete Coldblood zusammen mit der Programmiererin Isadora Sophia genau deshalb, um dieses Projekt voranzutreiben. Das Ergebnis ist ein schwer einzuordnender Hybrid - Alltagsleben auf einer Insel, Feldarbeit, Familienessen - der zusammenbricht, sobald Fiona, die Protagonistin, bei einem toten Gott in Schuld gerät und zu dessen unsterblicher Herold wird. Der Soundtrack stammt von Disasterpeace, demselben Komponisten, der auch Fez und den Film It Follows vertont hat - nicht gerade der Name, den man bei einem Lebenssimulator erwarten würde.
Laut Coldblood liegt der Grund für die Verzögerung direkt beim kostenlosen spielbaren Prolog, der auf Steam veröffentlicht wurde: Die Reaktionen der Spieler und interne Tests überzeugten das Team davon, dass das Spiel mehr Zeit braucht, statt eines überstürzten Releases, nur um ein Monate zuvor angekündigtes Zeitfenster einzuhalten. Eine Entscheidung, die sich gegen den Strom anfühlt, in einer Zeit, in der so viele Indie-Studios lieber trotzdem veröffentlichen und Patches hinterherjagen.





