In unserer vorherigen Meldung hatten wir eine Frage offengelassen: Wann würde der Patch für den mittleren Schwierigkeitsgrad kommen, den so viele Tester gefordert hatten? Fünfzehn Tage nach dem gleichzeitigen Start auf PS5, Xbox Series X|S, PC und Switch 2 lautet die Antwort weiterhin: noch nicht. Auf SteamDB bleibt der Build bei Version 01.000.001 stehen, derselben Preload-Version, die schon vor dem 4. September verteilt wurde - nur eine Stufe über der 01.000.000 der Disc, ohne Patch-Notes auf irgendeiner Plattform.
Das Schweigen macht sich besonders im Thread "Update?" in den Steam-Diskussionen des Spiels bemerkbar: Hunderte Kommentare, und keiner davon mit einem Entwickler-Badge. Capcom, das in den ersten zwei Wochen mit den wöchentlichen "Oni Memo"-Beiträgen zu den Bossgegnern immerhin das Interesse wachgehalten hatte (zuletzt zu Dokyo, worüber wir schon berichtet hatten), hat zu diesem konkreten Punkt kein Wort verloren.
Zwischenzeitlich kommt ein weiterer Datenpunkt hinzu, der das Bild vervollständigt: Famitsu, das japanische Magazin, dessen Wertung stärker als jede andere die Verkäufe vor Ort beeinflusst, vergab 9/9/8/8, insgesamt also 34 von 40 Punkten. Das ist nicht die Höchstwertung, die man von einer Reihe erwarten würde, die nach zwanzig Jahren Stille zurückkehrt, aber es bleibt ein solides Urteil - ungefähr auf Höhe des Metacritic-Durchschnitts von 8,6, den das Spiel seit dem Launch hält.
Das Bild ist also insgesamt das eines Spiels, das sich gut verkauft und bei der Kritik ankommt, das aber zwei Wochen nach Release für diejenigen, die den Schwierigkeitsgrad fixen sollten, offenbar schon an Priorität verloren hat. Es wäre nicht das erste Mal, dass ein Singleplayer-Titel dieser Art seinen langfristigen Ruf genau an einem Detail aufs Spiel setzt, das vielen leicht zu beheben schien.


