News › Death Stranding 2 On The Beach
Sony verzichtet auf die Zusammenarbeit mit Kojima Productions bei Physint; der Titel wechselt zu Xbox. Analysten bringen diese Entscheidung mit den schwächer als erwartet ausgefallenen Zahlen von Death Stranding 2 in Verbindung.
Am 10. September gab Sony bekannt, auf die Zusammenarbeit mit Kojima Productions bei „Physint“ zu verzichten – jenem Action-Spionage-Projekt der nächsten Generation, das Hideo Kojima seit 2022 entwickelt. Xbox übernimmt nun das Projekt und sichert sich dabei auch die Film- und Fernsehrechte.
Verschiedene Analysten vermuten, dass die Verkaufszahlen von Death Stranding 2 hinter dieser Entscheidung stecken. Alinea Analytics schätzt den Absatz auf rund 2,5 Millionen Exemplare, aufgeteilt auf PS5 (1,8 Millionen) und Steam (700.000), was einem Gesamtumsatz von etwa 170 Millionen US-Dollar entspricht.Zum Vergleich: Der erste Teil von Death Stranding hatte bereits im März 2021 die Marke von 5 Millionen verkauften Exemplaren überschritten und bis März 2025 mehr als 20 Millionen Spieler erreicht. Angesichts eines geschätzten Produktionsbudgets von rund 200 Millionen US-Dollar für die Fortsetzung fällt dieser Unterschied deutlich ins Gewicht.
Hinzu kommt die Frage der Rechte: Beide Death-Stranding-Titel erschienen zunächst als zeitlich begrenzte PlayStation-Exklusivtitel, bevor sie auch auf anderen Plattformen veröffentlicht wurden, wobei Kojima Productions die Eigentumsrechte an der Marke behielt.Sony musste also mitansehen, wie das Spiel auch außerhalb des eigenen Ökosystems Umsätze generierte.
Angesichts bereits aufgelaufener Verzögerungen und eines steigenden Budgets dürfte Physint zu diesem Zeitpunkt nicht mehr wie ein Wagnis erschienen sein, das sich lohnte.